Ergebnisse

 

 

WaProTek Buch

 

 

Ausgangslage & Vorgehen

Poster: Projektvorstellung
Interview mit Prof. Dr.-Ing. habil Peter Nyhuis: Ausgangssituation, Forschungsziel und Ergebnisse

Abschlusspräsentation: Wandlungsfähige Produktion - Heute für morgen gestalten (Institut für Fabrikanlagen und Logistik (IFA))

 

 

Grundlagen der Wandlungsfähigkeit

Interview mit Prof. Dr.-Ing. habil Peter Nyhuis: Regelkreis der Wandlungsfähigkeit

Glossar

Das Glossar zur Wandlungsfähigkeit finden Sie hier.

 

 

Bewertungsmethodik Wandlungsfähigkeit

Poster: Bewertungsmethodik
Abschlusspräsentation: Quick-Check Wandungsfähigkeit (Tobias Mersmann)
Toolbox Bewertungsmethodik

 

 

Gestaltungsmethodik Technologie

Poster: Technologie
Abschlusspräsentation: Kann denn Wandel Sünde sein? (LP-Montagetechnik GmbH / InSystems Automation GmbH)
"Pick to Light (P2L)" reduziert Fehler und erhöht die Wandlungsfähigkeit im Montageprozess

Fehlerresistenz

Auf Montageplätzen werden meist komplexe und variantenreiche Endprodukte aus vielen einzelnen Komponenten und Baugruppen, welche meist in Materialboxen oder KLT’s bereitstehen, in festgelegten Reihenfolgen montiert. Ein Pick-to-light Montagesystem kann dabei die Reihenfolge der Montage bzw. Teileentnahme visualisieren. Dafür werden die betreffenden Materialboxen mit Lichtsignal und integriertem Lichtsensor zur Eingreifüberwachung ausgestattet.

Die bisher auf dem Markt erhältlichen Lichtsignalsysteme sind zu sperrig, um diese bei kleinen Bereitstellungselementen platzsparend  integrieren zu können. Auch führt der vorgegebene Abstand zwischen den Bereitstellungsebenen durch den fest eingestellten Fokus des integrierten Sensors von 100mm bzw. 200mm oft auch zu einer eher unergonomischen Anordnungen, gerade wenn in mehreren Bereitstellungsebenen gearbeitet werden soll.

Daher wurde für diese Anwendungen in Rahmen des Verbundvorhabens ein neuer Lichtsignalsensor entwickelt. Der neue P2L-Sensor ist besonders klein und kann daher sehr platzsparend in Materialbereitstellungssysteme oder KANBAN-Regale eingebaut werden. Die kleine Bauweise ermöglicht flachere Regalebenen, was für eine ergonomischere Bereitstellungsarchitektur mit kürzeren Greifwegen sorgt. Der Schaltabstand des Sensors ist von 0 bis 200 mm frei einstellbar und bietet damit optimale Anpassung des Systems an die jeweilige Behältergeometrie.

Bei den handelsüblichen Lichtsignalsensoren führen oft neu befüllte Behältern zu Störkonturen und damit zu Fehlsignalen. Durch einen integrierten Teach-Modus können auch diese Störungen mit dem neuen P2L-Sensor schnell abgestellt werden.

Dies ist besonders bei Umrüsten der Bereitstellungssystemen und damit verbundenen geänderten Abmessungen und Geometrie der Komponenten hilfreich – die Wandlungsförderlichkeit der gesamten Bereitstellungsarchitektur wird damit wesentlich erhöht.


Lichtsignalanzeigen mit Bereitstellungselementen
Schäferbox LF 211 und BOSCH-Greifbehälter
(Quelle: InSystems Automation)

 

Dynamische Bereitstellungsarchitekturen

Für die Bereitstellung von kleinen und mittelgroßen Bauteilen wurde ein dynamisches, höhenverfahrbares Regalsystem entwickelt, dass an die individuellen Bedingungen, den unterschiedlichen Bauteilgeometrien sowie der Greifergonomie anpassbar ist.


dynamisches, höhenverfahrbares Regalsystem
(Quelle: LP Montagetechnik, Erlangen)

Die für die Montage benötigten Komponenten können in passende Behälter nach KANBAN-Prinzip von der Rückseite durch einen Logistikmitarbeiter eingerüstet werden. Durch die motorisch verfahrbare Anpassung der ergonomisch günstigsten Entnahmeposition der Bauteile entstehen kurzen Distanzen zum jeweiligen Füge- und Montageort des Bauteiles. Das höhenverfahrbare Regalsystem ist in Breite und Traglast skalierbar.

Das dynamische, höhenverfahrbare Regal kann zusätzlich auch durch ein Lichtsignalsystem zur Werkerinformation ergänzt werden. Die einzelnen Greifbehälterbereiche werden dazu mit grünen LED-Anzeigen ausgestattet. Dieses Lichtsignal weißt den Mitarbeiter auf die nächste Box mit dem zu montierende Teil hin.

Spezielle Lichtgitter mit einem definierten Strahlenabstand als Sender-Empfänger-Paar werden jeweils horizontal und vertikal außen am verfahrbaren Regalrahmen angebracht. Diese Strahlen stellen eine x- / y- Matrix dar, in der die dahinter stehenden Greifbehälterbereiche frei skalierbar hinterlegt werden. Die einzelnen Strahlen detektieren den Eingriff des Werkers durch Unterbrechung der Strahlengänge.


dynamisches, höhenverfahrbares Regalsystem mit Lichtsignalsystem
(Quelle: LP Montagetechnik, Erlangen)

Durch diese Lichtgitterrastung ist eine Überwachung der Entnahme der richtigen Komponenten aus der Bereitstellung sichergestellt. Nach Entnahme eines Teiles wird die nächste LED eingeschaltet und das Regal verfährt automatisch in die nächste ergonomisch günstigste Entnahmeposition. Die Entnahme kann zusätzlich auch in einem Datenbanksystem dokumentiert werden.

Wandlungsfähige Arbeitsplatzgestaltung verändert Kompetenzanforderungen

Das Kompetenzprofil

Fachbezogene, aber auch fachübergreifende  Fähigkeiten, Fertigkeiten, Kenntnisse, Erfahrungs- und Wissensbestände, die ein Mitarbeiter aufgrund seiner Funktion und seines Arbeitsplatzes mitbringen muss, lassen sich in einem spezifischen Kompetenzprofil zusammenfassen.

Interviews mit Mitarbeitern, Arbeitsvorbereitung und Produktionsplanung sowie die Betrachtungen von Wertstrom und Prozessschritten, ermöglichen eine kompetenzbezogene Analyse, wie sie für den Montagearbeitsplatzes „Herstellung des Vorschubgerätes SD26“ der Fa. Mahr durchgeführt wurde.

 

 

 

 

 

Kompetenz-Skalierung in der Ist-Situation

Die Ist-Situation fordert ein erhöhtes Maß an Organisieren, Suchen, Planen sowie unnötige Laufwege und Bewegung

 

 

 

 

 

 

 

Veränderung der Kompetenzanforderung durch Neugestaltung des Arbeitsplatzes

Vier separate Rohrsystem-Module schaffen einen prozessorientierten Arbeitsplatz, mit dem die Wandlungstreiber Zeit, Stückzahl, Varianten und Mitarbeiterkapazität abgefangen werden können.

Mit der Wertstromrisikoanalyse wandlungsfähige Wertschöpfungsprozesse planen
Gestaltung wandlungsfähiger Arbeitssysteme

 

 

Gestaltungsmethodik Organisation

Poster: Organisation
Abschlusspräsentation: Mit agiler Zeitwirtschaft zu wandlungsfähigen Arbeitssystemen (Mahr GmbH)
Abschlusspräsentation: Adaptive Organisation als Wandlungsbefähiger (Lehrstuhl für Arbeits- und Produktionssysteme (APS))
Infobrief 2
T-Shirt falten kinderleicht und superschnell

„Die Dauer einer Tätigkeit hängt von der Art und Weise ab, WIE eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter diese ausführt. Dabei hängt das WIE von einer Vielzahl zeitbestimmender Einflussgrößen und Rahmenbedingungen ab. Hierzu gehören bspw. die Gestaltung des Arbeitssystems, die Detaillierung der Beschreibungen der Arbeitsaufgabe oder die Fähigkeiten der oder des Ausführenden. In dem Clip „T-Shirt falten“ wird deutlich, dass die kurze Dauer der Tätigkeit durch die innovative Falttechnik erreicht wird, also WIE das T-Shirt gefaltet wird. Wird die zeitbestimmenden Einflussgrößen „Falttechnik“ nun aufgrund eines Wandlungsfalls verändert, bspw. weil jemand anderes nun diese Tätigkeit ausführt und die Falttechnik nicht beherrscht, wird sich ebenfalls die Zeitdauer für diese Tätigkeit ändert. Dies hat zu Folge, dass bei jedem Wandlungsfall prinzipiell neue Zeitdaten ermittelt werden müssen, um die Aktualität der Daten zu gewährleisten. Mit dem Ansatz der „Agilen Zeitwirtschaft“ wird der Herausforderung begegnet, im Wandlungsfall mit möglichst geringen Aufwand, hinreichend genaue Zeitdaten zu erhalten.“

 

 

Gestaltungsmethodik Logistik

Poster: Logistik
Abschlusspräsentation: jFAST - ein universelles Baukastensystem zur Komposition wandlungsfähiger Anwendungssoftware (GTT Gesellschaft für Technologie Transfer mbH)

 

 

Gestaltungsmethodik Personal

Poster: Personal
Abschlusspräsentation: Kompetent in turbulenten Zeiten (Festo Didactic GmbH & Co.KG)
Infobrief 3
Softwarebasiertes Kompetenzmanagement für Wandlungsfähigkeit

Kompetente Mitarbeiter sind die entscheidende Voraussetzung, um den Anforderungen der Wandlungsfähigkeit gerecht zu werden. Für die Umsetzung strategischer Kompetenzentwicklung sowie den nachhaltigen Erfolg ist das Management der Kompetenzen im Unternehmen unerlässlich.
Mit dem „Festo Competence Manager“ ist ein Softwaretool entstanden, das ein effizientes Kompetenzmanagement ermöglicht, um die Gestaltung von Wandlungsfähigkeit in Unternehmen zu unterstützen.

Kompetenzkatalog und Kompetenzprofile

Zunächst lassen sich Kompetenzen verschiedener Typen definieren und durch Festlegen mehrerer Ausprägungsstufen weiter klassifizieren.
Auf Basis dieses firmenspezifischen Kompetenzkatalogs können Profile für Unternehmens-funktionen
erstellt werden.

Einem Profil können bestimmte Kompetenzen mit definierten Soll-Ausprägungswerten zugeordnet werden.

Kompetenzerfassung und Kompetenzausbau

Vorhandene Kompetenzen werden durch Selbst-, sowie verschiedene Fremdeinschätzungen erfasst, und ermöglichen so eine Analyse des Soll-/Ist Deltas. Durch das Festlegen von gezielten Maßnahmen gelingen ein gezielter Kompetenzausbau und die bewusste Steuerung des unternehmensspezifischen Kompetenzportfolios.

Kompetenzen spielend entwickeln

Im Rahmen des Projektes wurde eine Lernfabrik entwickelt, deren Ziel es ist, Führungskräften die Notwendigkeit von Wandlungsfähigkeit näher zu bringen und sie auf zukünftige Wandlungsaktivitäten vorzubereiten.

In der Lernfabrik Wandlungsfähigkeit sind die Teilnehmer Mitarbeiter der "PowerSupply GmbH", einem fiktiven Produktionsunternehmen, welches Akkuladegeräte herstellt. In den verschiedenen Spielphasen wird die Produktion immer wieder von unterschiedlichen Ereignissen gestört (z.B. Stückzahlanstieg oder Steigerung der Variantenvielfalt), die es spielerisch zu bewältigen gilt.

Zunächst reaktiv, später jedoch mittels sorgfältig, anhand der Regelkreismethodik vorbereiteter Handlungspläne. Jeder der insgesamt vier Produktionsphasen folgt ein Lernmodul, in dem den Teilnehmern die Bedeutung und Methodik von Wandlungsfähigkeit vermittelt wird. Das Konzept der sich wechselnden Lern- und Spielphasen sorgt hierbei für eine sofortige. Einbindung der vermittelten Inhalte und ermöglicht so den Transfer ins eigene Unternehmen.

Die Lernfabrik wurde mit Vertretern von Festo Didactic, Sartorius und dem IFA mehrfach getestet. Die dabei gesammelten Erkenntnisse sind in die Entwicklung der Lernfabrik eingeflossen so dass man nun am IFA spielend Kompetenzen für Wandlungsfähigkeit entwickeln kann.